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Das Foto mit dem alles begann 06/11/2001 17:50
An dem Tag als die "Al-Aksa-Intifada" ausbrach, saß Tuvia Grossmann in einem Taxi auf dem Weg zur Westmauer ("Klagemauer"). Ohne es zu wollen wurde er ins Rampenlicht der internationalen Berichterstattung katapultiert... und dabei fast getötet.Am 30. September 2000 veröffentlichten die New York Times, AP sowie mehrere große deutsche Tageszeitungen das Foto eines jungen Mannes, der mit blutüberströmtem Gesicht auf der Erde kauert, während sich hinter ihm ein israelischer Soldat mit wutentbranntem Gesichtsausdruck und einem Knüppel in der Hand brüllend ihn seine Richtung bewegt. Der Text unter dem Bild identifizierte den jungen Mann als palästinensisches Opfer der ersten Unruhen der "Al-Aksa-Intifada", und implizierte ganz klar das er von dem israelischen Soldaten geschlagen wurde. Im Text heißt es: "Ein israelischer Polizist und ein Palästinenser auf dem Tempelberg". Die wahre Identität des Opfers wurde erst gelüftet, als Dr. Aaron Grossmann aus Chicago folgenden Brief an die New York Times schrieb: "Bezüglich des Fotos auf Seite A4, dass einen israelischen Soldaten und einen Palästinenser auf dem Tempelberg zeigt, möchte ich ihnen folgendes mitteilen: der Palästinenser ist eigentlich mein Sohn, Tuvia Grossmann, ein jüdischer Student aus Chicago. Er war mit zwei Freunden in einem Taxi in Jerusalem unterwegs, als sie von einem Mob palästinensischer Araber aus dem Wagen gezerrt und brutal geschlagen wurden... ... Ausserdem kann das Foto gar nicht auf dem Tempelberg aufgenommen worden sein, da es auf dem Tempelberg keine Tankstellen gibt, schon gar nicht welche mit einem Schild in hebräischer Schrift, so eines wie hinter dem Soldaten zu sehen ist, der meinen Sohn gerettet hat." Als Reaktion darauf erschien in der New York Times eine halbherzig geschriebene Kurzmitteilung (auf einer der letzten Seiten!). Im Inhalt erfuhr man dass Tuvia Grossmann ein amerikanischer Student sei, der in der Altstadt von Jerusalem "verwundet" wurde. Doch Tuvia Grossmann wurde nicht in der Altstadt, sondern im arabischen Stadtteil Wadi al Joz, durch das sein Taxi fuhr, zusammengeschlagen. Auch kein Wort darüber dass er von einem Mob wütender Araber fast totgeschlagen wurde, weil er Jude ist. Nach einem Ansturm der Entrüstung über die Falschmeldung und die halbherzige Korrektur, veröffentlichte die New York Times einige Zeit später noch einmal das Foto, zusammen mit einem ausführlichen Bericht über den "beinahe-Lynch" durch palästinensische Demonstranten. Auf den Internet-Seiten von Aish.com ist ein persöhnlicher Bericht von Tuvia Grossmann unter der Überschrift "Victim of the Media War - Opfer des Medienkrieges" erschienen. Das Foto des blutenden Tuvia Grossmann wurde weltweit zum Symbol für den Kampf um eine faire Berichterstattung. Bemerkenswert ist, dass das Palestinian Information Center das Bild von Tuvia in sein Internetbanner niteingebaut hatte, als Zeichen für den palästinensischen Kampf. Erst kürzlich wurde es aus der Website entfernt. Doch auch nach über ein Jahr hat sich die Berichterstattung über den Nahost-Konflikt nicht von ihrer sensationalistischen Schiene entfernt. Ein Grund mehr sich an die Geschichte von Tuvia Grossmann zu erinnern. |
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